Pottendichter Seenebel am Samstag früh, 14.9. - ausgerechnet heute... War doch für neun Uhr der Start zum Sandemann Cup 2013 angesetzt, der kultigen Seeregatta von Warnemünde einmal rüber nach Nysted in Dänemark, traditionell veranstaltet vom Yachtclub Warnow.
Was für ein Bild: Spektakulärer Spinnakerstart zum Sandemann Cup 2013 kurz vor der dänischen Küste (foto: Veranstalter)
Insgesamt hatten 62 Boote gemeldet - absoluter Rekord (Vorjahr 40)! Und dann das: Sichtweiten unter 100 Metern machten einen regulären Regattastart unmöglich. Selbst das Auslaufen der Flotte unter Maschine war schon nicht ganz ohne. Diffuse Geräusche überall, dazwischen ein ums andere Mal das tiefdröhnende Horn eines ganz großen Pottes irgendwo im Seekanal. Auf Kanal 73, also bei Warnemünde Traffic, wurde die gespenstische Szenerie durch regen Funkverkehr untermalt, wobei die ohnehin leicht angespannten Berufsschifffahrer mehrfach und eindringlich auf ein "erhebliches Sportbootaufkommen" im Molenbereich hinwiesen.
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25.09.2013
21.08.2012
Hajkutter Regatta 2012: "Pure Atmosphere"
Die Kollegen von der CHRISTIAN MÜTHER haben über ihre Fanseite auf ein kleines Youtube-Schmankerl der dänischen Hajkutterfreunde hingewiesen, das sich mit ein paar Minuten Zeit im Gepäck angenehm konsumieren lässt. Das Filmchen dreht sich um die diesjährige Hajkutter-Regatta von Nysted nach Rostock im Vorfeld der Hanse Sail. Man braucht keine fundierten Dänisch-Kenntnisse, um die heimelige Atmosphäre dieses kleinen und eher leisen Rennens mit den weitestgehend authentischen "ex-Fischereiflitzern" zu verinnerlichen.
Zu Wort kommen neben dem dänischen Kommentator u.a. diverse Organisatoren und Hajkutterexperten wie z.B. Finn Hermansen von der dänischen Seite, Extrem-Haikutterfahrer Arved Fuchs oder Holger Belgardt als Leiter des Hanse Sail Büros. Am Ende zeugen noch ein paar Segel-Aufnahmen bei Wind und Ostseewelle von der Robustheit der Haikutter, von denen es mal bis zu 8.000 Exemplare gegeben haben soll.
Zu Wort kommen neben dem dänischen Kommentator u.a. diverse Organisatoren und Hajkutterexperten wie z.B. Finn Hermansen von der dänischen Seite, Extrem-Haikutterfahrer Arved Fuchs oder Holger Belgardt als Leiter des Hanse Sail Büros. Am Ende zeugen noch ein paar Segel-Aufnahmen bei Wind und Ostseewelle von der Robustheit der Haikutter, von denen es mal bis zu 8.000 Exemplare gegeben haben soll.
13.11.2011
Herbsttrainingslager DK: "Das Auge segelt mit..."
Schnell nochmal das Stahlschiff abgefeudelt, bevor die Crew der WARNOW an diesem November-Samstagmorgen kurz darauf aufbricht, um über die Selbige (also die Warnow) in den Ostsee zu stechen...
Beschleunigtes Konsumgüterprodukt: Unter Spi legt sich die WARNOW schön auf die Backe. In den 80er Jahren wurden auf der Volkswerft Stralsund weit über 100 dieser massigen Stahlschiffe vom Typ "SUND 27" produziert. (foto cc by RostockSailing.de)
Acht Boote, 26 Mann, die meisten vom RSC-92 - das Stichwort heißt "Herbsttrainingslager DK". Kurs 344 Grad - gerader Weg nach Gedser, südlichster Zipfel Dänemarks. Das Ganze in gepflegt sportlichem Cruising zu erreichen.
Schiffe und Besatzungen hatten sich drei Wochen nach dem offiziellen Absegeln nochmal schön zurecht gemacht. Auch der Segel-Dresscode war "casual": also nicht unbedingt die erste Rennsegelgarderobe, aber etwas Profil durfte das Tuch schon noch aufweisen - wie gesagt: das Auge segelt mit!
Beschleunigtes Konsumgüterprodukt: Unter Spi legt sich die WARNOW schön auf die Backe. In den 80er Jahren wurden auf der Volkswerft Stralsund weit über 100 dieser massigen Stahlschiffe vom Typ "SUND 27" produziert. (foto cc by RostockSailing.de)
Acht Boote, 26 Mann, die meisten vom RSC-92 - das Stichwort heißt "Herbsttrainingslager DK". Kurs 344 Grad - gerader Weg nach Gedser, südlichster Zipfel Dänemarks. Das Ganze in gepflegt sportlichem Cruising zu erreichen.
Schiffe und Besatzungen hatten sich drei Wochen nach dem offiziellen Absegeln nochmal schön zurecht gemacht. Auch der Segel-Dresscode war "casual": also nicht unbedingt die erste Rennsegelgarderobe, aber etwas Profil durfte das Tuch schon noch aufweisen - wie gesagt: das Auge segelt mit!
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08.03.2011
Nordische Kombination: Danske Ice-Kite-Skating
Schnell noch ein letzter winterlicher Blick über die Ostsee und auf ein Video, das der dänische Profisegler Michael Hestbæk in der vergangenen Woche auf dem zugefrorenen "Sjælsø" nördlich von Kopenhagen aufgenommen hat.
Michael Hestbæk führt uns quasi auf's Glatteis, wo er zusammen mit seinen Schlittschuhen plus Kite auf bis zu 59.9 km/h beschleunigt und das ganze aus seiner Sicht mittels Helmkamera dokumentiert hat (Ungeduldige können auch auf 1:20 min vorspulen):
Neulich stürzte er ziemlich heftig, weil einfach noch zu viel Schnee auf dem Eis lag. "Ich rutschte 200 Meter weit, schlug aber glücklicherweise nirgendwo gegen", meinte Michael Hestbæk und war zudem froh, dass das Eis des "Sjælsø" über 14 cm dick ist. "Aber es war vielleicht auch nicht besonders klug, da draußen ganz allein zu sein".
(Originaltext und Foto via minbaad.dk, Troels Lykke)
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Moment mal: Michael Hestbæk?!? Da war doch was! Richtig - der 1969 in Kopenhagen geborene Profi ist nicht nur dreifacher Olympia-Teilnehmer im Star und 49er, sondern bildete als Stratege zusammen mit Jesper Bank und dessen beiden Ex-Vorschotern die komplette Dänemark-Fraktion im UNITED INTERNET TEAM GERMANY, der ersten und bislang einzigen deutschen AMERICA's CUP Kampagne aus den Jahren 2005-2007.
Wobei er seinen Skipper Jesper Bank u.a. zu einer vielbeachteten "personellen Rückwärtsrolle" veranlasste, als dieser ihn mitten in der heißen Phase aus dem Team schasste, nur um ihn keine drei Wochen später wieder in der Afterguard zu installieren, weil er irgendwie doch besser mit Hestbaek arbeiten könne...
Das "United Internet Team Germany" unter dem dänischen Weltklasse-Skipper Jesper Bank: Deutschland's erstes und bislang auch einziges AMERICA's CUP Team (2005-2007, foto copyright UITG).
Michael Hestbæk führt uns quasi auf's Glatteis, wo er zusammen mit seinen Schlittschuhen plus Kite auf bis zu 59.9 km/h beschleunigt und das ganze aus seiner Sicht mittels Helmkamera dokumentiert hat (Ungeduldige können auch auf 1:20 min vorspulen):
Als Profisegler liebt Hestbæk es flott: "Ich bin süchtig nach Kite-Surfen und Geschwindigkeit auf dem Wasser. In Ermangelung eines Besseren stelle ich mich eben mit meinem Drachen auf die Schlittschuhe", sagte er gegenüber minbaad.dk.
Neulich stürzte er ziemlich heftig, weil einfach noch zu viel Schnee auf dem Eis lag. "Ich rutschte 200 Meter weit, schlug aber glücklicherweise nirgendwo gegen", meinte Michael Hestbæk und war zudem froh, dass das Eis des "Sjælsø" über 14 cm dick ist. "Aber es war vielleicht auch nicht besonders klug, da draußen ganz allein zu sein".
(Originaltext und Foto via minbaad.dk, Troels Lykke)
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Moment mal: Michael Hestbæk?!? Da war doch was! Richtig - der 1969 in Kopenhagen geborene Profi ist nicht nur dreifacher Olympia-Teilnehmer im Star und 49er, sondern bildete als Stratege zusammen mit Jesper Bank und dessen beiden Ex-Vorschotern die komplette Dänemark-Fraktion im UNITED INTERNET TEAM GERMANY, der ersten und bislang einzigen deutschen AMERICA's CUP Kampagne aus den Jahren 2005-2007.
Wobei er seinen Skipper Jesper Bank u.a. zu einer vielbeachteten "personellen Rückwärtsrolle" veranlasste, als dieser ihn mitten in der heißen Phase aus dem Team schasste, nur um ihn keine drei Wochen später wieder in der Afterguard zu installieren, weil er irgendwie doch besser mit Hestbaek arbeiten könne...
Das "United Internet Team Germany" unter dem dänischen Weltklasse-Skipper Jesper Bank: Deutschland's erstes und bislang auch einziges AMERICA's CUP Team (2005-2007, foto copyright UITG).
10.11.2010
"Und die ganze Ostsee für uns alleine..."
Im November "mal schnell" nach Dänemark und zurück segeln? Nun ja, vermutlich ist das nicht jedermanns Sache. Wenn Normalmenschen die Heizung auf "4" stellen, dann ziehen die kälteresistenten Seesegler vom RSC-92 erst recht nochmal die Segel hoch.
Als Lohn hatten die drei Schiffe (Kea, Bourbon, Warnow) mit je vier harten Jungs an Bord auf ihrem Frühwintertörn nach Gedser die nasskalte Ostsee fast für sich allein. Hier geht's zum Bericht mit Bildern ...
Der Sportboothafen von Gedser (DK) war am ersten Novemberwochenende 2010 längst "nackig", machte aber extra nochmal sein Vereinsheim auf und bewirtete die verrückten Rostocker mit lecker warmer Suppe und kaltem Bier. (foto copyright Andreas Wenndorf)
Die Segelyachten "Kea" und "Bourbon" gehören übrigens zur "Hiddensee"-Klasse, über die wir vor kurzem gerade ausführlich berichtet haben...
Noch mehr Infos zu den DDR-Vierteltonnern vom Typ "Hiddensee" gibt's hier.
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