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12.06.2013
04.06.2013
"Niemand hat die Absicht, ein Schiff zu versenken"
Ironie der Geschichte? Der diensthabende Lotse Siegfried Kempe fand auf der GEORG BÜCHNER ausgerechnet ein Bild von Walter Ulbricht, klemmte es spontan hinter das Mittelfenster der Kommandobrücke und verließ wenig später in Warnemünde als letzter deutscher Seemann das Schiff (vgl. NNN vom 29.5.). Wenn es stimmt, dass während des Schleppens niemand weiter an Bord war, steuerte unser Unglücksdampfer also mit dem berühmt-berüchtigten Staatsratsvorsitzenden und DDR-Mauerbau-Leugner als Ausguck in Richtung Abgrund. Hätte man Walter vorher gefragt, ob denn das Schiff eventuell sinken könnte, vermutlich hätte er geantwortet: "Niemand hat die Absicht, ...".
Nun liegt sie also hier... (ganz nebenbei bemerkt auf ihrer Steuerbord-Seite, aber das hat natürlich gaaar nichts zu sagen!). Vorläufiges Ende einer Farce und unglaublich bizarren Rostocker Lokalposse, deren Protagonisten sich vor allem durch vereintes Stillschweigen und Wegducken auszeichnen.
Was bitte ist denn verwunderlich daran, wenn alle Welt (inzwischen international!) diskutiert und spekuliert darüber, wie es genau dazu kommen konnte wozu es nun kam? Das hat wenig mit "Möchtegern-Kapitänen" oder "selbsternannten Experten" zu tun. Die Menschen wollen einfach mal verstehen was da abgeht! Seit Monaten gibt es immer immer immer nur Fragen, Ungereimtheiten und scheibchenweise dubiose Fakten. Berechtigte Fragen, reichlich, aber niemand der sie beantwortet. Diejenigen die antworten könnten wollen nicht. Alle anderen können nicht.
Nun liegt sie also hier... (ganz nebenbei bemerkt auf ihrer Steuerbord-Seite, aber das hat natürlich gaaar nichts zu sagen!). Vorläufiges Ende einer Farce und unglaublich bizarren Rostocker Lokalposse, deren Protagonisten sich vor allem durch vereintes Stillschweigen und Wegducken auszeichnen.
Was bitte ist denn verwunderlich daran, wenn alle Welt (inzwischen international!) diskutiert und spekuliert darüber, wie es genau dazu kommen konnte wozu es nun kam? Das hat wenig mit "Möchtegern-Kapitänen" oder "selbsternannten Experten" zu tun. Die Menschen wollen einfach mal verstehen was da abgeht! Seit Monaten gibt es immer immer immer nur Fragen, Ungereimtheiten und scheibchenweise dubiose Fakten. Berechtigte Fragen, reichlich, aber niemand der sie beantwortet. Diejenigen die antworten könnten wollen nicht. Alle anderen können nicht.
08.03.2012
Eine Handbreit zu wenig
Dieser Versuch ging leider in die Hose. Bei der Hanse Sail 2011 wollte die THALASSA schön knasch an der die Warnemünder Westmole vorbei schnippeln, als dann plötzlich die berühmte Handbreit Wasser unter dem Kiel fehlte.
Kleiner Aufsetzer: Die Barkentine THALASSA macht während der Hanse Sail 2011 kurzzeitig an der Warnemünder Westmole fest (foto copyright DIE HÄRTE)
"Boot und Segel stehen!" wird in so einem Fall gern von den umliegenden Booten gelästert und wenn dann die Zuschauerränge wie bei der Hanse Sail üblich auch noch voll besetzt sind, ergibt das Hafenkino vom Feinsten...
Die Crew vom Rostocker Vierteltonner "DIE HÄRTE" war zufällig direkt dahinter unterwegs und hat die Situation auf den Chip gebrannt - besten Dank an Ingo und die Jungs für die Einsendung!
Kleiner Aufsetzer: Die Barkentine THALASSA macht während der Hanse Sail 2011 kurzzeitig an der Warnemünder Westmole fest (foto copyright DIE HÄRTE)
"Boot und Segel stehen!" wird in so einem Fall gern von den umliegenden Booten gelästert und wenn dann die Zuschauerränge wie bei der Hanse Sail üblich auch noch voll besetzt sind, ergibt das Hafenkino vom Feinsten...
Die Crew vom Rostocker Vierteltonner "DIE HÄRTE" war zufällig direkt dahinter unterwegs und hat die Situation auf den Chip gebrannt - besten Dank an Ingo und die Jungs für die Einsendung!
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01.02.2012
Zeitreise 1906 | Brigg an der Warnemünder Mole
Die Warnemünder Westmole war schon immer ein beliebter Ort, um den ein- und auslaufenden Schiffen zuzusehen. So auch vor über einhundert Jahren zur Zeit als dieses Foto entstand:
Hafenkino anno 1906 (oder früher): Auslaufende Brigg an der Warnemünder Aussenmole. Links hinterm Signalmast verschwindet ein Dampfschiff am Horizont (Foto Louis Glaser Leipzig 1906, RS-Archiv cc by RostockSailing.de)
Das "Hafenkino" an der Aussenmole hat seit jeher sowohl die "Berliners" angezogen (wie die ersten Touris liebevoll von den Warnemündern betitelt wurden) als auch - damals wie heute - die Fotografen, die das Ganze dann für die Ewigkeit festhielten.
Hafenkino anno 1906 (oder früher): Auslaufende Brigg an der Warnemünder Aussenmole. Links hinterm Signalmast verschwindet ein Dampfschiff am Horizont (Foto Louis Glaser Leipzig 1906, RS-Archiv cc by RostockSailing.de)
Das "Hafenkino" an der Aussenmole hat seit jeher sowohl die "Berliners" angezogen (wie die ersten Touris liebevoll von den Warnemündern betitelt wurden) als auch - damals wie heute - die Fotografen, die das Ganze dann für die Ewigkeit festhielten.
13.11.2011
Herbsttrainingslager DK: "Das Auge segelt mit..."
Schnell nochmal das Stahlschiff abgefeudelt, bevor die Crew der WARNOW an diesem November-Samstagmorgen kurz darauf aufbricht, um über die Selbige (also die Warnow) in den Ostsee zu stechen...
Beschleunigtes Konsumgüterprodukt: Unter Spi legt sich die WARNOW schön auf die Backe. In den 80er Jahren wurden auf der Volkswerft Stralsund weit über 100 dieser massigen Stahlschiffe vom Typ "SUND 27" produziert. (foto cc by RostockSailing.de)
Acht Boote, 26 Mann, die meisten vom RSC-92 - das Stichwort heißt "Herbsttrainingslager DK". Kurs 344 Grad - gerader Weg nach Gedser, südlichster Zipfel Dänemarks. Das Ganze in gepflegt sportlichem Cruising zu erreichen.
Schiffe und Besatzungen hatten sich drei Wochen nach dem offiziellen Absegeln nochmal schön zurecht gemacht. Auch der Segel-Dresscode war "casual": also nicht unbedingt die erste Rennsegelgarderobe, aber etwas Profil durfte das Tuch schon noch aufweisen - wie gesagt: das Auge segelt mit!
Beschleunigtes Konsumgüterprodukt: Unter Spi legt sich die WARNOW schön auf die Backe. In den 80er Jahren wurden auf der Volkswerft Stralsund weit über 100 dieser massigen Stahlschiffe vom Typ "SUND 27" produziert. (foto cc by RostockSailing.de)
Acht Boote, 26 Mann, die meisten vom RSC-92 - das Stichwort heißt "Herbsttrainingslager DK". Kurs 344 Grad - gerader Weg nach Gedser, südlichster Zipfel Dänemarks. Das Ganze in gepflegt sportlichem Cruising zu erreichen.
Schiffe und Besatzungen hatten sich drei Wochen nach dem offiziellen Absegeln nochmal schön zurecht gemacht. Auch der Segel-Dresscode war "casual": also nicht unbedingt die erste Rennsegelgarderobe, aber etwas Profil durfte das Tuch schon noch aufweisen - wie gesagt: das Auge segelt mit!
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09.08.2011
Mit knirschenden Planken: Die BOUNTY macht in Rostock fest
Grandioses Hafenkino bereits 48 Stunden vor Anpfiff der HANSE SAIL! Mit einem fast schon dramatischen Anlegemanöver (und wegen des Windes einen ganzen Tag eher als geplant) machte die legendäre BOUNTY heute um 13.00 Uhr im Rostocker Stadthafen fest.
Vor Anker im tiefsten Stadthafen - das hat's auch schon lange nicht mehr gegeben! Aber die fast 500 Tonnen der BOUNTY wollen auf engstem Raum erstmal manövriert werden. Bei starkem auflandigen Südwestwind und ohne Bugstrahlruder blieben kleine Blessuren beim Anlegen nicht aus. (alle fotos cc by RostockSailing.de)
Zwar mit Lotsen an Bord, aber ansonsten ohne weitere technische Assistenz dauerte es mehr als eine Stunde, bis endlich alle Leinen am Liegeplatz 92 übergeben und auch der Stadthafenchef Per-Olaf Altmann mit der Endposition des Dreimasters zufrieden gestellt war (nachdem er selbst tatkräftig anpacken musste)...
Vor Anker im tiefsten Stadthafen - das hat's auch schon lange nicht mehr gegeben! Aber die fast 500 Tonnen der BOUNTY wollen auf engstem Raum erstmal manövriert werden. Bei starkem auflandigen Südwestwind und ohne Bugstrahlruder blieben kleine Blessuren beim Anlegen nicht aus. (alle fotos cc by RostockSailing.de)
Zwar mit Lotsen an Bord, aber ansonsten ohne weitere technische Assistenz dauerte es mehr als eine Stunde, bis endlich alle Leinen am Liegeplatz 92 übergeben und auch der Stadthafenchef Per-Olaf Altmann mit der Endposition des Dreimasters zufrieden gestellt war (nachdem er selbst tatkräftig anpacken musste)...
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11.07.2011
Bäderregatta: Faszination Vorwindstart
Wenn schon der "normale" Start einer Wettfahrt (also der gegen den Wind) als einer der Schlüsselmomente beim Regattasegeln gilt, so geht von einem Vorwindstart (mit Wind aus achterlichen Richtungen) immer wieder eine ganz besondere Faszination aus.
Ist dann zusätzlich noch das Platzangebot im Startbereich so limitiert wie bei den klassischen Starts der Warnemünder Seebahnregatten zwischen Mittelmole und grüner Tonne 19, wird's richtig sportlich und die Interpretation der Wettfahrtregeln gerät für einige Skipper zur echten Herausforderung.
Bei der traditionellen Mecklenburgischen Bäderregatta am Samstag war's mal wieder soweit. Dank dem Team von segel-filme.de um Jochen Lueg, die ihre Kamera von der Kursseite aus draufgehalten haben, sind uns beeindruckende Leichtwind-Startszenen zum "Nachgucken" erhalten geblieben...
Ist dann zusätzlich noch das Platzangebot im Startbereich so limitiert wie bei den klassischen Starts der Warnemünder Seebahnregatten zwischen Mittelmole und grüner Tonne 19, wird's richtig sportlich und die Interpretation der Wettfahrtregeln gerät für einige Skipper zur echten Herausforderung.
Bei der traditionellen Mecklenburgischen Bäderregatta am Samstag war's mal wieder soweit. Dank dem Team von segel-filme.de um Jochen Lueg, die ihre Kamera von der Kursseite aus draufgehalten haben, sind uns beeindruckende Leichtwind-Startszenen zum "Nachgucken" erhalten geblieben...
31.05.2011
Friday, windy Friday
Na das war doch schon ziemlich großes Hafenkino! Nach dem Spontanbeitrag über die GLEITZEIT-Jungs wird es jetzt höchste Eisenbahn, weitere Bilder von der Freitagsregatta auf den Markt zu werfen...
Schön dranbleiben: Leichter gesagt als getan bei der windigen zweiten Auflage der Freitagsregatta! Trotz dieser Wasserski-Nummer siegten Robert Bautz und sein Vorschoter im 505er nach gesegelter Zeit.
(foto cc by RostockSailing.de)
Im Gegensatz zum Auftaktrennen vor einer Woche hatte es die Luft über dem Stadthafen diesmal ziemlich eilig und die angetretenen Crews mussten entsprechende Härte an den Tag legen. Von über 50 gemeldeten Booten gingen 32 gar nicht erst an den Start, weitere drei gaben auf.
Schön dranbleiben: Leichter gesagt als getan bei der windigen zweiten Auflage der Freitagsregatta! Trotz dieser Wasserski-Nummer siegten Robert Bautz und sein Vorschoter im 505er nach gesegelter Zeit.
(foto cc by RostockSailing.de)
Im Gegensatz zum Auftaktrennen vor einer Woche hatte es die Luft über dem Stadthafen diesmal ziemlich eilig und die angetretenen Crews mussten entsprechende Härte an den Tag legen. Von über 50 gemeldeten Booten gingen 32 gar nicht erst an den Start, weitere drei gaben auf.
23.05.2011
Besuch aus Berlin: WALROSS 4
Ein weiterer Überliegergast hat in diesen Tagen - etwas länger als geplant - im Rostocker Stadthafen festgemacht. Es ist das Flaggschiff vom Akademischen Segler-Verein in Berlin - die (das?) WALROSS IV.
Das Berliner WALROSS 4 vor der Rostocker Petrikirche: Der Performance Cruiser ist bereits die vierte Yacht-Generation in der Hochseetradition des ASV Berlin (foto cc by RostockSailing.de).
Der fast 19 Tonnen schwere "Performance Cruiser" ist aber weniger (bzw. gar nicht) in der Hauptstadt zu finden, sondern hauptsächlich auf allen sieben Meeren dieser Welt unterwegs.
Das Schiff wurde vom Designer Georg Nissen aus Laboe bei Kiel konstruiert und 2006-2007 in Berlin und Glückstadt gebaut. Die 16,95 m lange Sloop ist als hochseetaugliche Fahrtenyacht (performance cruiser) konzipiert, also für weltweite Fahrt unter allen Wetterbedingungen und hat für 10 Personen feste Kojen an Bord.
Zuletzt machte das Schiff mit einer dreijährigen Weltumseglung von sich reden, von der es gerade erst im vergangenen Oktober wieder heimkehrte.
Das Berliner WALROSS 4 vor der Rostocker Petrikirche: Der Performance Cruiser ist bereits die vierte Yacht-Generation in der Hochseetradition des ASV Berlin (foto cc by RostockSailing.de).
Der fast 19 Tonnen schwere "Performance Cruiser" ist aber weniger (bzw. gar nicht) in der Hauptstadt zu finden, sondern hauptsächlich auf allen sieben Meeren dieser Welt unterwegs.
Das Schiff wurde vom Designer Georg Nissen aus Laboe bei Kiel konstruiert und 2006-2007 in Berlin und Glückstadt gebaut. Die 16,95 m lange Sloop ist als hochseetaugliche Fahrtenyacht (performance cruiser) konzipiert, also für weltweite Fahrt unter allen Wetterbedingungen und hat für 10 Personen feste Kojen an Bord.
Zuletzt machte das Schiff mit einer dreijährigen Weltumseglung von sich reden, von der es gerade erst im vergangenen Oktober wieder heimkehrte.
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