26.05.2011

FreitagsRegatta

Mit der neuen FREITAGSREGATTA startete vergangene Woche im Rostocker Stadthafen ein ambitioniertes Regattaformat. Ein buntes Sammelsurium an Booten und Seglern nahm die Einladung des ROYC mit größtem Vergnügen an.

Der erste Sieger: Am 20. Mai 2011 gewann der FD von den Altmeistern Jörn und Bodo Borowski (ROYC) die allererste Rostocker Freitagsregatta (foto cc by RostockSailing.de).


Für die Erstauflage hatten über 40 Teams gemeldet, von denen angesichts der Totalflaute tagsüber nur (bzw. immerhin noch) 24 Boote um 19.00 Uhr an den Start gingen. Tatsächlich setzte eine Stunde vorher eine leichte Abendbrise aus Nordwest ein, so dass die verkürzte Bahn im Stadthafen sauber abgesegelt werden konnte.

Als allererster Sieger einer Rostocker Freitagsregatta trug sich ex-Weltmeister Jörn Borowski mit seinem Bruder Bodo im FD in die Ergebnislisten ein. Sowohl nach gesegelter als auch berechneter Zeit ließen sie das Feld klar hinter sich.

Der vom Veranstalter zugrunde gelegte Wassersportgedanke wurde von den Teilnehmern extrem unterschiedlich interpretiert - einige Crews genossen auch einfach nur das wohlverdiente Feierabendbier und schenkten dabei dem Kursverlauf immerhin wohlwollende Beachtung...

Regattastrecke im Stadthafen (Grafik ROYC)
Insgesamt sind in dieser Saison 14 Starts geplant und es darf mit Spannung erwartet werden, wie sich die neue Rostocker Freitagsregatta entwickeln wird. Für den Stadthafen scheint dies ein erfolgversprechendes Konzept - sowohl aus Sicht der Segler als auch der Zuschauer an der Kaikante, die insbesondere beim Start hautnah dabei sein können.

Weiterer Pluspunkt: die Freitagsregatta spricht explizit auch die Jollensegler an, von denen es reichlich gibt in "Down Town HRO" und für die die Mittwochsregatta in Warnemünde aus verschiedensten Gründen bislang nicht in Frage kam.

Segeln in Rostock: Die neue Freitagsregatta bringt zweifellos zusätzliche Farbe in den Stadthafen und sorgt so für weitere regelmäßige Präsenz des Segelsports inmitten der Stadt (foto cc by RostockSailing.de).

Hier liegt überhaupt noch ein ganz interessanter Aspekt: Im vergangenen Jahr hatten fast 20 Schiffe aus Rostocker Vereinen für die Warnemünder Mittwochsregatta gemeldet; ca. 15 waren tatsächlich aktiv und stellten damit gut ein Drittel des Feldes. Einerseits werden sich die meisten den Mittwoch Abend sicher weiterhin für die seit 2005 ausgetragene Ostseewettfahrt freihalten. Andererseits winkt jetzt im Stadhafen eine echte Alternative und das mit dem großen Charme, keine zwei Stunden für die An- und Abreise investieren zu müssen.

Egbert an der Posaune (foto ROYC)
Beide Wettfahrten - in Rostock und Warnemünde - haben unbestreitbar ihren Reiz und wer es sich zeitlich leisten kann, wird sich vermutlich auch auf beide Regatten einlassen. Zumindest jedoch für die Segler mit (nichtsegelnder) Familie (daheim) könnte genau das auch zum Problem werden.

Andersherum scheint die Option "Freitagsregatta in Rostock" für Warnemünder Schiffe vorerst ohne Anziehung zu sein - unter den 40 Erstmeldungen findet sich kein einziger Warnemünder Verein (zu lange Anreise?).

Aber was nicht ist, kann ja noch werden... Morgen abend schon fällt der nächste Startschuss - wieder pünktlich um 19.00 Uhr Höhe Rostocker Yachtclub und Haedgehalbinsel. Bei angesagtem strammen Südwestwind geht's dann vorraussichtlich einen ganzen Zacken sportlicher zu.
 
Die Macher der Rostocker Freitagsregatta jedenfalls müssen sich nach dieser Auftaktveranstaltung wohl keine Sorgen um mangelnde Teilnehmerzahlen machen - ein echter Gewinn für Rostock!


Sport oder Entspannung? Diese junge Solingbesatzung war sich bei ihrer  ersten Freitagsregatta wohl auch noch nicht ganz einig über die eigenen Ambitionen. Vielleicht bringt ja der diesmal noch fehlende dritte Mann die Entscheidung... (foto cc by RostockSailing.de).

Alles OK: Michael Schlüter hat seinen GERONIMO gerade erst aus Brandenburg an die Warnow geholt und beendete seine erste Wettfahrt in Rostock auf Platz 7 (foto cc by RostockSailing.de).

Die Jungs von MR. ORANGE gingen für den Yachtclub Warnow an den Start und landeten auf dem 23. Platz - immerhin nicht letzter! (foto cc by RostockSailing.de).

Ein Bier zum Spi: Die FREJA-Crew  vom SV Turbine Rostock hat ihre Definition der Freitagsregatta offenbar gefunden und genießt es sichtlich. Platz 17 am Ende ist da wohl eher nur 'ne Randnotiz... (foto cc by RostockSailing.de).

ELAN vs. MAK10: Egal ob mit oder ohne Spi - "harte" Positionskämpfe dienten am Freitag vorrangig dem Erfahrungsaustausch - und lagen somit ganz im Sinne des Erfinders... (foto cc by RostockSailing.de).

Offen für alle: Bei der Rostocker Freitagsregatta dürfen sowohl Jollen als auch Kielboote starten (foto cc by RostockSailing.de).

Big Brother: Der Spi der GLEITZEIT hat unten 'ne halbe Bahn zuviel. Martin Buck passt vone auf, dass das Schiff nicht drüberfährt. Vielleicht entspannt er aber auch nur von der harten Arbeitswoche bei speedsailing... (foto cc by RostockSailing.de).

Pure Ostalgie: Hä - wie jetzt? War DDR-77 nicht das alte Weltmeisterboot von Bernd Höft und Falko Bier (damals 1987)??? Wäre nicht der "West-Spi", hätte dieses Bild hier auch vor 30 Jahren entstanden sein können (foto cc by RostockSailing.de).


Aber auch andere Crews haben hart gekämpft und toll gesegelt:

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