09.11.2010

Abschied von Beck's und grünen Segeln

Die "Alexander von Humboldt" geht auf Abschiedstournee. Eingefleischte Traditionssegel-Fans können sich den 15. August 2011 schon mal ganz dick im Kalender markern. Dann heisst es nämlich ein letztes Mal "Leinen los", bevor die legendäre Dreimastbark mit den becksgrünen Durstmacher-Segeln die Warnemünder Molenfeuer für immer hinter sich lassen wird. 

Echt schade: nach der Hanse Sail 2011 wird's nie wieder grüne Segel in Rostock geben... (Foto www.gruene-segel.de)


Das 100 Jahre alte ex-Feuerschiff mit der wechselvollen Vergangenheit wird einfach mal zu alt und damit zu teuer. Die spannende Geschichte der "Alex" kann man u.a. hier nachlesen. Ein Nachfolger, die "Alex II" ist bereits schwer in Planung. Ein entsprechender Bauvertrag wurde im August unterzeichnet. Die ersten Stahlplatten der "Beballastung" kamen am 28.10.2010 in Bremen-Vegesack unter den Schneidbrenner. So mündet das Ende der Legende direkt in einen neuen Anfang und wir werden über kurz oder lang wieder eine "Alexander von Humboldt" in Rostock begrüßen können. Die grünen Segel allerdings sind dann endgültig Geschichte.

Noch mehr als die grüne Segelgarderobe (über 1.000 Quadratmeter) wird die biertrinkende Zielgruppe wohl die dramaturgisch bis ins Unendliche gesteigerten Werbespots vermissen, ... 


...bei denen sich z.B. eine weit über 33,90 Meter (so groß ist der Mittelmast) hohe Monster-Welle urplötzlich über das ahnungslos in der Abendsonne dümpelnde Schiff türmt (bei 0:07 sec). Oha, das wird nass! Einzig der kleine Vogel hatte es geahnt und fliegt schnell davon, während die völlig unvorbereitete Stammcrew sich angesichts der Wassermassen das letzte Hemd vom Leib reisst (0:09 sec) und mit einem gekonnten Hüftaufschwung ins Fangnetz katapultiert... (was wolln die da?)

Geistesgegenwärtig entschließt sich die Stewardess mit dem tiefen Ausschnitt (0:15 sec), ergänzend zum bereits vorhandenen Vollzeug weitere grüne Segel zu setzen (logisch, is ja Sturm). So macht Ruder hart backbord doppelt so viel Spaß und der kleine Absacker nach so viel feuchtfröhlicher Teamarbeit ist wirklich mehr als verdient. Welcome to the Becks-Experience:




All das ist nun Geschichte. Wirklich schade.

Na dann: Sail away...!

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