22.03.2011

"Es bläst kein Wind nach jedermanns Wunsch"

Weise sprach der Wettfahrtleiter: "Es bläst kein Wind nach jedermanns Wunsch". Wie wahr wie wahr... Schönes Fundstück von der IDM 2010 der IXYLON, die der traditionsreiche Yachtclub Berlin-Grünau auf dem Müggelsee ausrichtete:

Nach Protesten "gegen den Mügelsee-Wind": Salomonischer Richterspruch des Wettfahrtleiters bei den Deutschen Meisterschaften im IXYLON 2010  (foto copyright Christoph Laska, SV Stahl Finow).


Den Hintergrund zu dieser unkonventionellen Information am "schwarzen Brett" liefert Christoph Laska, Wettfahrtleiter und Schiedsrichter vom SV Stahl Finow in seinem IDM-Bericht:

3. Wettfahrttag: Sonnabend, den 31.07.2010
Geplant sind für heute eigentlich zwei Wettfahrten, aber nach vielen Startversuchen und Abbrüchen gelingt nur eine. Die Wetterbedingungen sind extrem schwierig: der Wind kommt ständig aus verschiedenen Richtungen und weht mal mit Stärke drei, kurz danach bleibt er dann völlig aus.
Diese Bedingungen führen auch zu einer starken “Verwirbelung” im Regattafeld, im Anschluss wird die Jury mit Hilfe mehrerer Proteste ersucht, die Wettfahrt zu annullieren. Da jedoch die Teilnehmer alle innerhalb des ausgeschriebenen Zeitfensters im Ziel angekommen sind und zum Start der notwendige Wind herrschte, bleibt der Jury auf Basis der Regeln und Verordnungen nur eine Ablehnung der Proteste. Die Wettfahrt bleibt also gültig, einige Teilnehmer erwägen eine Berufung.

Gewimmel an der Leetonne: Auf dem Müggelsee hatten die Teilnehmer der IXYLON-IDM 2010 mit extrem schwer zu berechnenden Leichtwindbedingungen zu kämpfen (foto copyright Christoph Laska, SV Stahl Finow). 


Am Ende gab es übrigens bei dieser 36. Auflage der Deutschen (bzw. DDR-)Meisterschaft einen Mecklenburger Doppelerfolg: Deutscher Meister 2010 im IXYLON wurden (einmal mehr) Volker Schoen und Andreas Schickel vom Sternberger Seglerverein (SSV), den zweiten Platz belegten Bärbel und Stefan Claus vom Schweriner Yacht-Club e.V. (SYC) vor Jürgen Deutschmann vom YCBG und Steffen Uhlemann von der Seglervereinigung "Einheit" Werder e.V. (SVEW) auf Rang 3.




Woher kommt eigentlich der Name "Ixylon"? 

Im Frühsommer 1969, auf der 6. DDR-Bootsausstellung, zieht ein sportliches "Konsumgut" alle Blicke auf sich: Ixylon heißt die Segeljolle, ein Jedermanns-Boot, so wollen es die Namensgeber, "geeignet für Herrn X und Frau Y". Als Nachfahre des legendären Pirat ist der neue Segler preiswert und leicht zu bedienen. 

Und vor allem ist er, für DDR-Verhältnisse optimal, "schon" nach vier Jahren ab Bestellung lieferbar.... (die komplette Geschichte gibt's unter mdr.de)

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Weitere Informationen zum "IXY":

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