12.10.2011

17. Senatorenregatta | Erster Teil: Vorstartphase

Montag 3.Oktober; Tag der Deutschen Einheit, kurz vor Mittag im Rostocker Stadthafen. Nebenan im "Segelstadion" geht die Deutsche Match Race Meisterschaft 2011 in die Finalrunde, keine 5 Minuten entfernt vom Startbereich der Senatoren-Regatta, zu der der RSC-92 zum 17. Mal in Folge rief.

11:28 Uhr: Die BONITO-Crew unter Skipper Reinhold Plessentin (l.) vom Yachtclub Warnow ging super motiviert an den Start zur 17. Senatorenregatta und hatte bis zum Schluss gut lachen - siehe Ergebnisliste! ... (foto cc by RostockSailing.de)


Sie hörten die Rufe und kamen reichlich: genau 28 Boote an der Zahl - allesamt DDR-Vierteltonner vom Typ Hiddensee im Original oder zumindest in dessen Urform einst getuppelt und damit ebenfalls zugelassen zu diesem in vielerlei Hinsicht bizarren Rennen auf der Warnow. Traditionelle Besonderheit: auf jedem einzelnen Schiff segelt ein Gast mit als Vertreter aus dem Rostocker Politik-, Sport- oder Wirschaftsleben (darunter dann möglichst viele Senatoren)...

Diesmal begrenzte ein mittelmäßiger Südwest-Wind die Möglichkeiten einer Startkreuz auf eine etwa 250m lange Diagonale zwischen dem Nord- und Südufer der Warnow bzw. ziwschen dem Steg vom "Akademischen" auf Gehlsdorfer und der Haedge-Halbinsel auf der Stadtseite. Oder anders gesagt: Startlinie und die erste Kreuz waren in etwa gleich lang... (siehe Skizze / Basis: OpenSeaMap)

Insbesondere der Start dieser 17. Senatoren-Regatta hatte es damit in sich, denn enger geht's einfach nicht. Wer hier gut wegkam, war am Ende vorn dabei - soviel war klar. Lautstarke Wegerechts- und je nach Sichtweise auch Unmutsbekundungen waren dementsprechend nicht zu überhören, kleinere Kollisionen mit ein paar Blessuren im Lack und leicht verbogene Bug- oder Heckkörben nicht zu verhindern. Von größeren Schäden dagegen hörte man zum Glück nichts. 


11:29 Uhr: Ca. 10 Minuten bis zum Start. Wettfahrtleiter Wolfgang Burtchen zeigt in Richtung des Windes. Der kommt irgendwas aus Südwest und weht damit quer über die Warnow, die im Startbereich an der Haedgehalbinsel grade mal 250 Meter in der Breite misst. Egal - eine Startkreuz musste her... (foto cc by RostockSailing.de)


Vermutlich bleiben die turbulenten Szenen an der Startlinie und der ersten Mini-Kreuz im wahrsten Wortsinn einzigartig. Jedenfalls kaum vorstellbar, dass das diesjährige Kurs-Setup in Zukunft nochmal eine Wiederholung erfahren wird. Dies 2011er Senatoren-Rennen als 'legendär' einzustufen, ist ganz bestimmt nicht übertrieben...

Um so spekatulärer dafür die Motive - Spannung und Dramatik pur! Darum gibt's hier und jetzt den ersten Part einer insgesamt vierteiligen Chronologie als Bilderstory und wir beginnen mit den Minuten unmittelbar vor dem Start.Übrigens sehr gern zur Vervollständigung freigegeben - wäre doch sehr interessant, wie die Teilnehmer oder Zuschauer das gesehen haben - vielleicht hat ja der ein oder andere noch etwas spannendes beizutragen (das flechten wir dann gern nachträglich ein). Also viel Spaß damit und Film ab:


11:30 Uhr: ...Vater und Sohn Wenndorf diskutieren auf der KEA die Startmöglichkeiten: Startschiffseite am Gehlsdorfer Ufer, zwar mit Wegerecht, aber vermutlich auch im größten Gedrängel oder weiter in Richtung Haedge-Halbinsel mit steigender Wahrscheinlichkeit, sofort ausweichen zu müssen. Keine der Optionen klingt wirklich verlockend - irgendwie heil durchkommen heißt die Devise... (foto cc by RostockSailing.de)


11:31 Uhr: Birgit Kühne und Georg Sichtling wurden auf ihrer SUNSHIP per Los mit Uwe Ochmann, dem Rostocker Stadtsegeltrainer verstärkt. Im engen Gewimmel vor dem Gehlsdorfer Ufer ist schon lange vor dem Vorbereitungssignal höchste Konzentration angesagt... (foto cc by RostockSailing.de)

11:32 Uhr: Die netten Damen vom Startschiff sind total entspannt - kein Wunder, denn ihrer doppelt verankerten "Stahl-Sund" kann in den nächsten Minuten nicht allzuviel passieren - ganz im Gegensatz zu den 28 Teilnehmerbooten. Im Vordergrund hat Gunnar Voigt (BOURBON) die Hoffnung auf eine zeitnahe Eingebung noch nicht aufgegeben... (foto cc by RostockSailing.de)

11:32 Uhr: Schubi auf seinem frisch restaurierten KALKEI nimmt's zunächst gelassen. Er weiß aus langjähriger Erfahrung, dass die Senatoren-Regatta ihren ganz eigenen Gesetzen folgt ... (foto cc by RostockSailing.de)

11:33 Uhr: Das fachkundige Publikum auf der Gehlsdorfer Seite freut sich, liegt das Startschiff doch keine 15 Meter von den Club-Stegen entfernt. Auf der KEA werden weiter intensiv die Startmöglichkeiten erörtert... (foto cc by RostockSailing.de)

11:34 Uhr: Walter Loos (r.) ist einer der Urväter aller DDR-Vierteltonner und sitzt nach wie vor an der Pinne seiner HIDDENSEE I, dem allerersten gebauten Rumpf. Als erfahrener Fuchs hat auch er so ein komisches Gefühl, was den Start angeht. Zu viele Boote auf zu engem Raum - wenigstens möge sich das Foto-Boot doch bitte dringendst verpieseln... (foto cc by RostockSailing.de)

11:35 Uhr: Der SPATZ von Ivo Dietrich sieht "obenrum" bisschen anders aus, vom Rumpf her ist er aber auch ganz klar eine "Hiddensee". Stefan Bock von der GOTHAER hat den Segel-Hut auf und beobachtet das Geschehen völlig unvoreingenommen. Langweilig können die kommenden Minuten jedenfalls nicht gewesen sein! (foto cc by RostockSailing.de)

11:35 Uhr: Ebenfalls hochkonzentriert die Jungs von der BLUE BIRD, dem Nachwuchsschiff des RSC-92. Diese außergewöhnliche Startlinie steckt voller Chancen ... und Gefahren! (foto cc by RostockSailing.de)

11:35 Uhr: Irgendwelche Hupsignale waren bereits zu hören. Hin und wieder geben die vielen Boote und Segel sogar mal einen Blick auf die Flaggen am Startschiff frei - oops: die 'Vorbereitung' läuft ja schon - jetzt wird's also gleich ernst! (foto cc by RostockSailing.de)

11:36 Uhr: Schnell noch die Fock hoch! Eine wirklich freie Seitenwahl gibt's nicht - die Vorstart-Taktik ist eher durch Kollisionsverhütung bestimmt. Jetzt zählt es nur noch, irgendwie sauber zur bzw. über die Linie und aus dem Pulk zu kommen... (foto cc by RostockSailing.de)

11:38 Uhr: Wolfgang Burtchen tutet ins Horn - war das das Startsignal? Die Flaggen sind irgendwie unten, aber so ganz klar scheint es einigen mit der Zeit nicht zu sein... (foto cc by RostockSailing.de)




... Hier geht's zur unmittelbaren Nachstartphase ...!


;o)

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...